Vorsorgesystem Schweiz

Die Vorsorge in der Schweiz beruht auf einem Drei-Säulen-Konzept: der staatlichen, der beruflichen und der privaten Vorsorge. Dieses soziale Netz soll die finanziellen Auswirkungen bei Invalidität, Alter und Tod auffangen.

Alle Mitarbeitenden der SR RWS werden bei den – in der Schweiz obligatorischen und üblichen – Sozialversicherungen angemeldet. Die Versicherungsbeiträge der Mitarbeitenden werden vom Bruttolohn abgezogen. Bei ausländischen Mitarbeitenden kommt je nach Typ des Ausländerausweises zusätzlich vom Bruttolohn die Quellensteuer zum Abzug.

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) soll den Existenzbedarf bei Wegfall des Erwerbseinkommens in Folge von Alter oder Tod decken. Die AHV ist eine obligatorische Versicherung für alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder dort erwerbstätig sind.

Invalidenversicherung (IV)

Die Invalidenversicherung (IV) soll den Versicherten im Falle einer Invalidität die Existenzgrundlage sichern. Die IV ist eine obligatorische Versicherung für Personen, die in der Schweiz wohnen oder dort erwerbstätig sind.

Berufliche Vorsorge (BVG)

Zusammen mit der AHV/IV soll die obligatorische berufliche Vorsorge (BVG) die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung ermöglichen.

Krankenversicherung

In der Schweiz sind ArbeitnehmerInnen für ihre Krankenversicherung selbst zuständig. Alle in der Schweiz wohnhaften oder dort erwerbstätigen Pesonen sind verpflichtet, einer obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) in der Schweiz beizutreten. Diese Versicherung leistet Beiträge bei Krankheit, Unfall (nur wenn keine andere obligatorische oder private Versicherungsdeckung vorhanden ist) und Mutterschaft. Diese Leistungen sind einheitlich, da sie vom Bund definiert werden.

GrenzgängerInnen können sich für eine Krankenversicherung in der Schweiz oder im Land ihres Wohnortes entscheiden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Unfallversicherung

Alle in der Schweiz beschäftigten ArbeitnehmerInnen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als acht Stunden pro Woche sind obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Dies umfasst alle Personen, die im Sinne der AHV einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Arbeitslosenversicherung

In der Schweiz sind Arbeitnehmer gemäss Arbeitslosenversicherungsgesetz gegen die Folgen von Arbeitslosigkeit versichert.

Quellensteuer

Alle ausländischen ArbeitnehmerInnen, die keine fremdenpolizeiliche Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) besitzen, aber im Kanton ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben und Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit beziehen, sind quellensteuerpflichtig. Auch Personen mit einer Grenzgängerbewilligung sind quellensteuerpflichtig. Die Quellensteuer wird durch den Arbeitgeber direkt abgerechnet.

Von der Quellensteuer ausgenommen sind ausländische ArbeitnehmerInnen, die mit einem Ehegatten, der das Schweizer Bürgerrecht oder die Niederlassungsbewilligung besitzt, in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben.

Quellensteuer und Steuererklärung
Ab einem jährlichen Einkommen von CHF 120‘000 (Kanton St. Gallen), sind Sie verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen. Die Formulare erhalten Sie beim Steueramt Ihrer Wohngemeinde. Dies gilt nicht für GrenzgängerInnen.

Lohnfortzahlung bei krankheits- und unfallbedingter Abwesenheit

Bei Krankheit oder unfallbedingter Abwesenheit wird der Lohn für 24 Monate innert drei Jahren weiterbezahlt (bzw. bei einem befristeten Vertrag längstens bis zu dessen Ablauf). Diese Lohnfortzahlung beträgt während der ersten 12 Monate 100% und anschliessend 80% des Lohnes. Während der Probezeit besteht der Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit während eines Monats. Die Verlängerung der Probezeit bewirkt keine Verlängerung der Dauer des Anspruchs.

Bei Arbeitsunfähigkeit infolge eines Unfalls wird der Lohn während 12 Monaten voll und während weiteren 12 Monaten, längstens bis zur Ausrichtung einer Rente, im Umfang von 80% der ursprünglichen Besoldung ausgerichtet. Nach Ablauf der genannten Fristen erlischt der Lohnanspruch gegenüber der SR RWS. Bei einer befristeten Anstellung dauert der Lohnanspruch längstens bis zum Ablauf der Befristung. Allfällige weitere Taggeldansprüche nach Ablauf der erwähnten Fristen werden dann vom Versicherer direkt an den Versicherten ausbezahlt. Bei grobem Selbstverschulden als Ursache für Unfall oder Krankheit kann die Lohnforzahlung gekürzt oder verweigert werden.