Regierung informiert über Spitalstrategie

Im Mai 2019 hat der Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde seine Überlegungen für eine langfristige wirtschaftliche und qualitative Sicherung der Gesundheitsversorgung vorgestellt. Dies hat eine Diskussion über die Gesundheitsversorgung im Kanton St. Gallen ausgelöst. 

Lenkungsausschuss
Um alle Fragestellungen aufzuarbeiten, hat die Regierung im Juni 2018 einen Lenkungsausschuss installiert, bestehend aus den RegierungsrätInnen Heidi Hanselmann, Benedikt Würth und Marc Mächler sowie den VR-Mitgliedern Felix Sennhauser und Yvonne Biri Masler. In insgesamt acht Teilproje kten wurden mehr als ein Jahr lang alle Themen rund um die Zukunft der St. Galler Spitäler beleuchtet. Neben der Ausarbeitung des Detailkonzeptes des Verwaltungsrats wurden rechtliche, gemeinwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Fragestellungen geklärt. Ebenso wurden zahlreiche Interessensgruppen und ihre Anliegen mit einbezogen, darunter die Standortgemeinden und die niedergelassenen ÄrztInnen.

Weitere Vorgehensweise
Die St.Galler Regierung sowie der Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St.Gallen haben am 23. Oktober 2019 die Mitarbeitenden sowie die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass Sie dem Kantonsrat das Vernehmlassungspapier zur Realisierung der sogenannten «4 plus 5-Variante» vorlegen werden.

Was bedeutet die «4 plus 5-Variante»
Die «4 plus 5-Variante» basiert auf der vom Verwaltungsrat der Spitalverbunde vorgeschlagenen Reduktion auf neu vier sogenannte Mehrspartenspitäler an den Standorten Grabs, St.Gallen, Uznach und Wil. An diesen vier Standorten wird weiterhin ein stationäres Angebot ähnlich dem heutigen Leistungsumfang angeboten, wobei der Standort St.Gallen weiterhin Leistungen eines Zentrumsspitals (Endversorger) wahrnimmt. Die fünf Standorte Altstätten, Flawil, Rorschach, Walenstadt und Wattwil sollen zukünftig keine stationären Leistungen im Sinne eines Mehrspartenspitals erbringen. Das Konzept sieht vor, anstelle eines Mehrspartenspitals an diesen Standorten sogenannte Regionale Gesundheits- und Notfallzentren zu etablieren, welche zudem über einen 7x24h Notfallzugang verfügen.

Vernehmlassungsprozess
Der politische Prozess der Vernehmlassung sieht vor, dass die Regierung in einem ersten Schritt die vorbereitende Kommission des Kantonsrats (VoKo) sowie weitere Interessensgemeinschaften (betroffene Standortgemeinden, Interessensgemeinschaften) mit dem Vorschlag der «4 plus 5-Variante» bedient. Anschliessend wird der Kantonsrat mit einer Botschaft (Vorschlag) bedient, welche er in seiner nächsten Sessions-Sitzung bearbeitet und über das weitere Vorgehen bestimmt. Dieser Prozess wird voraussichtlich rund sechs Monate in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen unter spitalzukunft.sg.ch